Samstag, 14. Juni 2008

Die spinnen, die Iren.

Dem hier ist nichts hinzuzufügen.

Donnerstag, 5. Juni 2008

wahrheit durch weglassen

die kollegin schreibt "schreigeschützter lageplan", der prinz legasthenisiert "betonkotz". aber eigentlich umschreibt "schreigeschützter betonkotz" den tag recht gut...

nicht bruckner.

wenn man mit dem ohrwurm "eisgekühlter bommerlunder - bommerlunder, eisgekühlt" aufwacht, ist klar, dass von dem tag nichts mehr substanzielles zu erwarten ist.

Dienstag, 13. Mai 2008

...

da der prinz zur zeit über nichts nachdenkt, hat er auch nichts zu schreiben.
netto hat jetzt übrigens auch nicht aufgemacht.

Samstag, 12. April 2008

kurzportrait frankfurter zweitneighbourhood

plus kam, sah sich um und überließ das feld netto.

Mittwoch, 9. April 2008

the dark side strikes back

drei monate ließen sie ihn gewähren. mit seiner spinnerten idee, mit seinem enthusiasmus, etwas verändern zu wollen. mit seiner überzeugung, dass das, was als immerwährend dunkel gesehen wird, im lichte betrachtet auch hell sein kann. als es darum ging, einen sichtbaren leuchtturm der verantwortung, der verständigung und vor allem glaubwürdigkeit zu bauen.

drei monate hat er mit allem und jedem gesprochen, vorgelegt, argumentiert, begründet, überarbeitet, weiter ausgefeilt, diskutiert. für das projekt, bei dem er eigenes und fremdes politisches kapital einsetzte. und dann, nachdem alle nickten - ja, so was brauchen wir wohl, stimmt, was ähnliches haben wir nicht vorzuweisen - aber keiner sagen wollte, gut, das machen wir, stellte der prinz die gretchenfrage: wollen wir? oder wollen wir nicht?

nicht, dass der prinz nicht vorgewarnt gewesen wäre: 24 stunden zuvor erreichte ihn die nachricht, dass nicht alle vom sinn des projekts überzeugt gewesen seien. nicht direkt, nur so als versteckter hinweis. eines heimlichen sympathisanten. und es musste auch klar sein: über 120 jahre selbstbewusstsein lassen sich nicht von so einem dahergelaufenden prinzen eines suspekten, fremden reiches vorführen. was will der bengel überhaupt?

dennoch war die art überraschend: nach drei monaten bedurfte es offenbar nicht nur der ablehnung. es bedurfte der öffentlichen schlachtung. in aller freundlichkeit: nach drei monaten und der letzten woche intensiven kommunizierens (und der klaren anweisung des präsidenten, sich zu einigen), zauberte die dunkle seite plötzlich und vor dem hofstaat aus dem nichts drei andere leuchttürme aus dem hut. der entwurf des prinzen daher bestimmt nett gemeint, aber eben ob seiner neuen art auch schwer zu bewerten und im übrigen überflüssig.

was lernt der prinz?
1. der präsident ist der präsident - und der doktor ist der chef.
2. die dunkle seite ist wirklich die dunkle seite.
3. also künftig dienst nach vorschrift und immer daran denken: noch 18,5 monate...

Mittwoch, 2. April 2008

es gibt keinen gott. aber gibt es engel?

diese frage stellte sich am vergangenen samstag in der philharmonie, beim letzten stück vor der pause. auszug aus dem programmtext:

"Mit Harveys neuen Messages musizieren beide Klangkörper nun ein elektronikfreies Werk, dessen Raumkonzept sich doppelchörig manifestiert – ein Verfahren, das Harvey bereits 1994 in Angels angewandt hat.

Von Engeln handeln auch die Messages, deren Text ausschließlich aus Engelnamen besteht. Das etwa 25-minütige Werk reiht Anrufungsrituale von über hundert geflügelten Boten, die sich in sieben Himmeln bewegen. Heaven nennt Harvey jedenfalls die sieben ineinander übergehenden Teile seines Stücks, dessen ruhig fließende Metren ausschließlich von der Silbenzahl des jeweils deklamierten Engelnamens abhängen. Diese Ausgangsidee wird von den Chören äußerst differenziert umgesetzt: vom »unhörbar« eintretenden Summen am Beginn über vielstimmiges Flüstern in Wellen, klar zäsurierten Wechselgesang, improvisierte Tempogestaltung bis zum ätherisch gehauchten Pianissimo des Seventh Heaven. Nicht weniger raffiniert ist die Behandlung des großen Orchesters, das von einer Art Concertino (Celesta, Klavier, Cimbalom und zwei Harfen) angetrieben wird. Auch hier fächert Harvey den Klang auf und verwandelt die Instrumente beispielsweise nach der Anrufung des Erzengels Raphael im Second Heaven in einen großen Flügel, der mit leisen Glissandi, Tremoli und Bläser-Atmen auf- und abrauscht."

der prinz ist atheist. aber kann es sein, dass bei der musikalischen anrufung aller engel (noch dazu auf hebräisch!) sich ein klein wenig divine presence einstellt? he was reduced to tears.

Freitag, 21. März 2008

wenn das der shrink gehört hätte...

queen mom: "warum hast du denn einen therapeuten? geht es etwa um mich?"

Mittwoch, 19. März 2008

he's my man.

http://video.on.nytimes.com/?fr_story=4104d9c83acfb43a3d072fee0e13fbdc80b87d96

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